Bewohnbarer Planet entdeckt...

Jahrhundertelang fragte sich die Menschheit, ob es möglich wäre auf fremden Planeten in unserem Universum zu existieren. Wissenschaftler aus Göttingen und Washington vermelden nun, dass die sogenannte „Super-Erde“ endlich entdeckt worden ist.
Diese Meldung lässt mich, bin ich von Natur aus eher der leidenschaftliche Pessimist, doch etwas hoffen. 209 Billionen Kilometer von unserer Erde entfernt liegt also „GJ 667Cc“. Dort gäbe es gute Voraussetzungen für flüssiges Wasser und Leben, etwas weniger Licht hätte man dort, da irgendwelche Zwergsterne das Sonnenlicht blockieren würden, aber sonst sei diese „Super-Erde“ doch im Grossen und Ganzen ganz gemütlich, sagen die Wissenschaftler.
Das eröffnet natürlich vollkommen neue Perspektiven bezüglich der Zukunftsplanung. Obwohl unser Heimatplanet erfolgreich gegen die fahrlässige Behandlung unserer Spezies besteht, ist es doch beruhigend zu wissen, dass wir im Notfall noch eine zweite Erde zur Verfügung haben. Immerhin haben wir uns mittlerweile schon seit 200 000 Jahren daran gewöhnt, unserer guten, alten Erde ohne Rücksicht auf Verluste alles abzuverlangen, was uns beliebt, aber in den letzten Jahren sind wir dabei so erschreckend effektiv geworden, dass man sich doch langsam etwas Sorgen machen muss. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass uns trotz aller Anstrengungen nicht gelingen wird, unseren Planeten aus dem Universum verschwinden zu lassen, so muss man langsam aber sicher doch befürchten, dass es für die Menschheit über Kurz oder Lang etwas ungemütlich wird. Oder dass die Menschheit zu etwas mutieren wird, dass man bestenfalls noch als „Humanoid“ bezeichnen kann.
Schön zu wissen, dass man dann auf „GJ 667Cc“ noch einmal von vorne anfangen kann. Diesmal aber ohne bitte ohne Papst, Hitler, Dieter Bohlen und die ganzen anderen Störenfriede. Auf Werder Bremen könnte ich auch verzichten. Auf St. Pauli selbstverständlich auch, obwohl irgendwie rege ich mich auch gerne über die auf. Bleibt nur noch das Problem zu lösen, wie man die Entfernung von läppischen 22 Lichtjahren überbrücken wird... Wie auch immer, jetzt gibt es erstmal wichtigeres. HSV gegen Bayern zum Beispiel. Und wenn meine Hamburger heute verlieren sollten, dann gewinnen wir eben beim Neustart der Bundesliga auf der „Super-Erde“. Bis dahin !
(ST20) Foto: Wikipedia
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